Reise Südengland 2015



Die Reiseroute


Calais - Dover - Brighton -  Portsmouth - Bournemouth - Salisbury - Stonehenge -

 

New Forest - Dorset und Devon - Exeter - Dartmoor - Cornwall - Newquay - Minack

 

Theatre - Land`s End - St. Ives - Tintagel - Glastonbury - Wells - Bath - Windsor -

 

London


Alle Bilder sind aus dem eigenen Archiv.


Hurra, es geht los.


Unsere Reise beginnt am 07.06.2015 mit einstündiger Verspätung vom Reisebusstandort. Ein Zubringer - Taxi hat eine Panne auf der Autobahn. Aber alle Reisenden sind recht entspannt, denn es soll ja in den Urlaub gehen, da ist Aufregung völlig unangebracht. 

Der Busfahrer lässt sich ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen, was er auch in den

nächsten 7 Tagen häufiger unter Beweis stellen wird.


Die Fahrt bis Calais, wo wir die Fähre nach Dover anfahren sollen, verläuft auch zunächst reibungslos. Unser Reisezeitplan wird jedoch durch eine 1 1/2 stündige

Wartezeit am Fährterminal erneut durcheinander gebracht.

 


 

Geduld ist gefragt

 

Der Grund dieser Verzögerung ist bereits einige Kilometer vor dem Fährhafen sichtbar. Am rechten Straßenrand liegt eine Zeltstadt aus weißen Plastikunterkünften und blauen Mülltüten zusammengeflickt.

Dazwischen tummelt sich eine Gruppe Menschen mit dunkler Hautfarbe. Das Flüchtlingsproblem, das uns täglich in den Nachrichten vor Augen geführt wird,

begegnet uns nun hautnah und real.

Lastwagen um Lastwagen wird durch Gebäude mit Scannern geleitet, die aufgesprungene Flüchtlinge ausfindig machen sollen. Busse, PKW und Camper werden ebenfalls genau kontrolliert. Wir müssen aussteigen und unsere Ausweise

an der Zollstelle vorzeigen. Denn jeder, der einen Fuß auf britischen Boden setzt, kann in diesem Land bleiben. Unkontrollierte, illegale Einreise soll so vermieden werden. 

 

Die Fähre ist voll bis zum Bersten, der Lärm und die lange Fahrt zerrt an meinen

Nerven. Wir suchen uns ein einigermaßen leises Plätzchen und überqueren den 

Ärmelkanal in 90 Minuten.

 

Hallo UK, endlich sind wir da. Cornwall, ich komme.

 

Wir erhaschen einen kurzen Blick durch die Busfenster auf die wunderschönen Kreidefelsen von Dover.

 

Um nicht ganz unvorbereitet zu sein, hab ich mich während der langen Fahrt ein wenig mit unserem Reiseziel beschäftigt, allerdings nur mit den Dos and Don`ts, einige Dinge, die man über Cornwall und Südengland wissen sollte. Denn ich benehme mich gerne gut in fremden Ländern.

 

Die Anreise nimmt den ganzen 1. Tag in Anspruch. Übernachtet wird im IBIS Hotel in Brighton.


Brighton

Stadtrundfahrt

Schon der 2. Tag ist mit

Sehenswürdigkeiten nur so

gespickt


Will der Großstadtmensch aus London und anderen Städten

mal so richtig vom Alltagsstress abschalten, begibt er sich gern nach

Brighton. 

Hunderte Badehütten, die zur Meerseite in den unterschiedlichsten

Farben gestrichen sind zeugen davon, wie viele Urlaubsgäste

im Sommer hier zu erwarten sind. Die kleinen Holzbuden kosten nicht

selten eine dreistellige Summe. 

Um das Jahr 1800 gab es auch Badewagen, mit denen Kranke oder

auch gesunde Gäste über den Strand zum Wasser geschoben wurden.

Die sogenannten Dipperfrauen oder Nassmacherinnen (Bathern), zu damaliger

Zeit anerkannte Berufe, trugen die Menschen ins Wasser und

tauchten sie ins Meer. Um 1747 schrieb ein junger Arzt dem Seewasser

von Brighton heilsame Kräfte zu, worauf der Ort von vornehmen Herrschaften belagert wurde. 

 


Portsmouth


Mit 104 Kanonen und

850 Offizieren und

Seeleuten fuhr es

1805 in die Schlacht

von Trafalgar




Bournemouth


Übernachtung im

Hotel mit Meerblick






 

Nach einem englischen

Frühstück brechen wir am 3. Tag

auf nach Salisbury.




Wir besichtigen

die Kathedrale und sehen uns

in der Stadt um.




Und da ist er, der sagenumwobene Steinkreis Stonehenge. Er besteht aus 

einem äußeren Kreis aus Sandsteinblöcken und einem inneren Kreis 

aus bläulichem Gestein. Er ist der bedeutendste und meistbesuchte Ort

Englands. Nein, eine verzerrte Wahrnehmung hat man nicht, wenn man

in der Nähe dieser Steine ist. ( Fischaugeneffekt mit Bildbearbeitung)


Mit einer Fahrt durch den New Forest mit seinen Wildpferden beenden wir

unseren Tag und kehren nach Bournemouth zurück in unser Hotel.

 

Auch der 4. Tag wird mit dem üblichen

Toast mit Marmelade eingeläutet. Dazu gibt

es noch Spiegel - oder Rührei und Bohnen,

sowie Würstchen, Speck und verschiedene Müslisorten. 

Brot und Wurst wie zu Hause stehen in England

leider nicht auf der Speisekarte. 



Durch die Hügel von

Dorset und Devon fahren wir

an der beeindruckenden Küste

entlang zur Universitätsstadt

Exeter.


Wir haben ca. 2 1/2 Stunden Zeit, besichtigen 

eine der vielen gotischen Kathedralen Englands und stärken uns mit einer

Pizza, bevor es weitergeht durch den Dartmoor Nationalpark.

 



Die ersten schönen Mal- und

Zeichenmotive sind im Kasten. 

 

Der 5. Tag hält wieder

viel Sehenswertes für uns

bereit. 

 

Das Hotel California in Newquay ist unser nächstes

Etappenziel, und endlich sind wir in Cornwall angekommen.

Wir stehen am Anfang einer Reise durch

Englands wahrscheinlich schönster Küsten-

landschaft. 


St. Michaels Mount ist ein ehemaliges Benediktiner Kloster.

Bei Ebbe gelangt man zu Fuß

dort hin. Für Besucherströme

ist die Insel nicht zugänglich,

doch für einen kurzen Fotostopp am Strand reicht unser straff gestrickter Zeitplan aus.




Über die Küstenstraße erreichen wir das Minack Theatre. 


Die in Fels gehauene Freilichtbühne ist Schauplatz für Bühnenstücke und 

Veranstaltungen über`s ganze Jahr. Allein der Ausblick auf Klippen

und Buchten ist spektakulär. Einheimische und Gäste verbringen gern

hier ihre Freizeit, und weder Sturm noch Regen halten sie von

diesem Vergnügen ab. 


Land`s End ist unser nächster Haltepunkt. 





St. Ives, romantisches, aber rummeliges Hafenstädtchen.



Jetzt gibt es keinen Zweifel mehr, wir sind im Land von Rosamunde Pilcher.

Allerdings erfahren wir Überraschendes von unserem Reiseleiter.

Rosamunde Pilcher ist in England kaum bekannt. Kein Einheimischer,

hat Interesse an ihren Büchern, und ihre Filme sind allein in Deutschland ein

Renner.


Leider macht auch in der schönsten Gegend Englands der Kommerz nicht halt. "Klevere" Geschäftsleute errichteten hier ein 3 D Kino.

 

Der kleine Küstenort St. Ives dient häufig als Kulisse für Rosamundes Filme.

Dort erscheint er jedoch unter dem Namen "Porthkerris".


Am 6. Tag der Reise 

haben wir Gelegenheit zu

einem längeren Aufenthalt

an König Artus Geburtsstätte.



In dieser Burg im Hintergrund soll angeblich König Artus geboren sein. Doch nicht allein diese Vermutung zieht viele Besucher an. Tintagel bietet eine äußerst reizvolle Landschaft mit Buchten, Klippen und Steilküsten.

 


Ausflug nach Tintagel, stilvoll 

und "Very British".

Im Hintergrund das historische Postamt.



Glastonbury soll das legendäre Avalon sein

mit der Grabstätte

König Artus und dem heiligen Gral.



 

Hier begegnet man seltsam gekleideten

Menschen (Esoterikern), und in fast jedem

Geschäft kann man spirituelle Waren kaufen.

 



An Kirchen und Kathedralen 

mangelt es in England wirklich nicht.

Eine der schönsten steht in der kleinen Ortschaft Wells 


 

Der 7. Tag der Rundreise führt

uns nach Bath, einer Stadt mit 

84000 Einwohnern und vielen

architektonischen Wunderwerken.

 


Blumenstadt Bath


Royal Crescent


30 aristokratische Häuser

mit 1000 Räumen ausgestattet, erbaut 1767-76.

Diese cremefarbenen

Bauwerke sind überall

in der Stadt zu finden.

Blumen sieht man hier kaum noch, da sich

viele Bürger der Stadt

diesen Luxus nicht mehr leisten können.




Hier sprudelt die berühmte Thermalquelle und füllt das um 62 -300 v. Chr. von den Römern erbaute Bad. Die Ausgrabung dieser

Erholungsstätte fand im Jahr 1900 statt.

Natürlich gibt es in dieser

Stadt auch eine Abteikirche, die durch Fächergewölbe und 

großen Fenster besticht.

Viele Andenkenläden und Cafe`s runden

das Stadtbild ab. 



Um Schloss Windsor zu besichtigen fehlt uns wieder einmal die Zeit,

und auch die hohen Eintrittspreise lassen uns von einer Besichtigung der

Außenanlage absehen. Wir schauen uns darum nur auf den Einkaufsmeilen

um, auf denen es von Besuchern nur so wimmelt. Beeindruckend  auch 

die Hutabteilung eines Kaufhauses. Wieder einmal "Very British".


Am 8. Tag, dem Tag unserer Heimreise,

verbringen wir noch ein paar Stunden in

London. 





London kommt ohne viel Worte aus. Einen Tag nach der Geburtstagsparade 

für die Königin machen wir noch eine Stadtrundfahrt und begeben uns zu Fuß

zum Buckingham Palast und zur Paradestraße "The Mall", die noch für den Autoverkehr gesperrt ist.

Gegen 12.00 Uhr machen wir uns auf den Heimweg in Richtung Dover.

An der Fähre läuft alles ohne große Wartezeit ab. Das letzte englische Geld

wird auf dem Schiff für einige Andenken ausgegeben. 

In Calais passieren wir noch einmal das Flüchtlingscamp und sind nun wieder

in der realen Welt angekommen.

Wir haben viel gesehen, doch leider nichts von den schönen Orten genießen können.

Gegen 22.30 Uhr sind wir endlich zu Hause, erschöpft und froh darüber, diese

anstrengende Reise hinter uns gebracht zu haben.

Das Flüchtlingscamp von Calais verfolgt uns nun beinahe täglich in den Medien, und

wir sind schockiert von den verzweifelten Versuchen der Menschen, nach England zu kommen.

 


Anmerkung: Wer mehr über Städte und Orte

dieser Reiseroute erfahren will, findet im

Internet viele Informationen. (Wikipedia)


 

 

"Ich möchte das Rauschende,

Volle, Erregende der Farben geben, das Mächtige"

 Paula Modersohn-Becker

deutsche Malerin

(1876-1907)

    

 

       

 

 Bloggerin

 in Sachen Malerei und    Basteln als Hobby ist

 

 "Luises

 Pergamentkunst und      andere Schätzchen"